Aix war den Römern eine Bäderstadt und den Königen eine Parlamentsstadt, und es bewegt sich noch im Schritt beider — langsam, kultiviert, schattig. Die Platanen des Cours Mirabeau schließen sich über einem, die Brunnen rinnen lau aus dem alten Thermalwasser, und die ganze Stadt scheint für die Stunde vor dem Abendessen gebaut.
I. Der Cours und die Altstadt
Der Cours Mirabeau ist das Rückgrat — Cafés auf der Sonnenseite, große hôtels particuliers im Schatten, an jedem Ende ein Brunnen und in der Mitte der bemooste Fontaine d’Eau Chaude. Dahinter ist die Altstadt ein Gewirr aus Plätzen und Märkten; auf der anderen Seite breitet das Mazarin-Viertel seine Ruhe des 17. Jahrhunderts um die Fontaine des Quatre-Dauphins aus.
„Eine Stadt der tausend Brunnen, und keiner davon in Eile.“
II. Cézanne und der Berg
Aix ist die Stadt Paul Cézannes. Sein Atelier, das Atelier des Lauves, wird so bewahrt, wie er es verließ, auf dem Hügel über der Stadt; vom nahen Terrain des Peintres sieht man, was er sah — die Montagne Sainte-Victoire, den Kalksteinkamm, den er wieder und wieder malte, bis er aufhörte, ein Berg zu sein, und zum Anfang der modernen Kunst wurde.
III. Märkte, Museen und die Tafel
Die Märkte füllen die Plätze fast jeden Morgen — Blumen auf der Place de l’Hôtel-de-Ville, Erzeugnisse und Trödel auf der Place des Prêcheurs. Das Musée Granet bewahrt die Kunst der Stadt, Cézanne inbegriffen; und der Calisson, das Mandel-Melonen-Konfekt, wird hier seit Jahrhunderten gemacht. Aix ist auch die einfachste Basis für die Sainte-Victoire und das Land ringsum.