Vor den Yachten und dem Kino war Saint-Tropez ein kleiner Fischerhafen auf der ruhigen Seite des Var, und ein Maler fand es zuerst. Paul Signac segelte ein, blieb und brachte die anderen; das Licht über genau dieser Bucht machte die halbe moderne französische Malerei hell. Der Glanz kam später — das Dorf darunter ist noch da.
I. Der Hafen und die Altstadt
Am Kai reihen sich nun die Yachten, wo die Fischerboote vertäut lagen, und die Maler stellten einst ihre Staffeleien vor dieselbe Reihe ockerfarbener und rosa Häuser. Dahinter bewahrt das alte Viertel La Ponche seine engen Gassen und den kleinen Kieselstrand, und die Citadelle auf dem Hügel blickt über den ganzen Golf.
„Die Maler kamen des Lichts wegen, die Welt der Maler wegen, und das Licht ist noch immer umsonst.“
II. Die Place des Lices und die Annonciade
Landeinwärts ist die Place des Lices das Wohnzimmer des Dorfes — ein Platanenplatz mit Markt dienstags und samstags und einer Partie Boule an fast jedem Abend. Am Hafen bewahrt das Musée de l’Annonciade in einer entweihten Kapelle die Pointillisten und Fauves, die hier arbeiteten — Signac, Bonnard, Matisse — und erklärt, warum sie kamen.
III. Die Strände und der Golf
Der berühmte Sand liegt nicht im Dorf, sondern entlang der Bucht bei Pampelonne, unterhalb des Bergdorfs Ramatuelle — ein langer heller Strand, der Saint-Tropez in den 1950er-Jahren zum Begriff machte. Außerhalb der Saison gehen Sie den Küstenpfad um die Halbinsel, der Weinberge, der Schirmpinien und des Golfs ohne Andrang wegen.