Zwischen Nizza und Monaco reicht eine bewaldete Halbinsel ins Meer — das Cap-Ferrat, seit einem Jahrhundert eine der begehrtesten Adressen der Welt. Könige und Schriftsteller bauten Villen in seine Pinien; Somerset Maugham schrieb hier, und eine Rothschild errichtete einen Palast aus rosa Stein über zwei Buchten. Und doch läuft ein öffentlicher Pfad das ganze Ufer entlang, jedem offen.
I. Das Kap und der Küstenpfad
Der sentier du littoral umrundet die ganze Halbinsel am Wasserrand — an den in ihren Gärten verborgenen Villen vorbei, am kleinen Plage de Paloma, am Leuchtturm der Spitze, und zurück zum Fischerhafen von Saint-Jean. Es ist einer der schönsten Küstenwege der Riviera und verlangt nichts als gutes Schuhwerk und ein paar Stunden.
„Die Villen sind privat, doch der Pfad am Meer gehört allen.“
II. Die Villa Ephrussi de Rothschild
Auf dem schmalen Hals des Kaps steht die Villa Ephrussi de Rothschild, der rosafarbene Belle-Époque-Palast, den Béatrice de Rothschild mit Kunst füllte und mit neun Gärten umgab — einem französischen, spanischen, florentinischen, japanischen, einem Steingarten und einem Rosengarten — so angelegt, dass sich das Ganze von oben wie ein Schiff zwischen zwei blauen Buchten liest. Die musikalischen Fontänen spielen zur vollen Stunde.
III. Der Hafen und die Umgebung
Das Dorf Saint-Jean bewahrt einen echten Fischerhafen, sanft dem Vergnügen zugewandt, Restaurants um den Kai und das Grand-Hôtel du Cap-Ferrat auf der Spitze. Nebenan vollenden Villefranche-sur-Mer und Beaulieu mit seiner griechischen Villa Kérylos einen der reichsten Küstenkilometer Frankreichs.