Der rosa Flamingo ist das Wahrzeichen der Camargue, und das Delta ist der einzige Ort Frankreichs, wo er in Zahl brütet — Tausende Paare nisten jedes Frühjahr auf den Salzlagunen. Nirgends sieht man sie näher als im Parc ornithologique du Pont de Gau, einem Reservat aus Sumpf und Pfad gleich nördlich von Saintes-Maries.
I. Das Vogelreservat
Der Vogelpark legt Pfade und Verstecke über sechzig Hektar Sumpf, und die Flamingos stehen wenige Meter entfernt — kopfüber fressend, zankend, in Rosa und Schwarz auffliegend, wenn etwas sie aufschreckt. Reiher, Silberreiher und Enten teilen das Wasser; im Frühling und Herbst bringt der Zug weit mehr. Gehen Sie zur Öffnung, vor der Wärme und dem Andrang.
„Tausend Flamingos, die auf einmal auffliegen, rosa und schwarz gegen ein flaches graues Morgenrot.“
II. Warum sie rosa sind
Der Flamingo wird grau geboren und färbt sich von seiner Nahrung rosa — den winzigen Salzkrebschen und Algen der Salzlagunen, reich an den Pigmenten, die die Federn färben. Je salziger und flacher das Wasser, desto besser fressen sie, weshalb die Salzgärten und Lagunen des Deltas ihnen so genau entsprechen. Die Farbe ist, ganz wörtlich, der Geschmack der Camargue.
III. Jenseits des Reservats
Die wilden Kolonien liegen draußen auf den abgeschlossenen Lagunen des zentralen Deltas, wo die Vögel in Ruhe gelassen werden; das Reservat ist der Weg, sie zu sehen, ohne sie zu stören. Verbinden Sie es mit der Digue à la mer und den Lagunen entlang der Küstenstraße, und Sie haben das ganze Vogelleben des Deltas an einem Morgen.