Der platanenbeschattete Treidelpfad des Canal du Midi
Fotografie — der Canal du Midi
Die Route · Languedoc

Der Canal du Midi mit dem Rad

Von Béziers nach Carcassonne auf dem platanenbeschatteten Treidelpfad. Schleusen, Dörfer und das lange Wasser des Canal du Midi, langsam und auf zwei Rädern.

Von der RedaktionBéziers bis Carcassonne
Frühjahr 20268 Min. Lesezeit

Der Canal du Midi wurde im 17. Jahrhundert gegraben, um Getreide zu tragen; heute trägt er Radfahrer, langsam, unter einem Dach aus Platanen. Der Treidelpfad von Béziers nach Carcassonne ist flach, schattig und ohne Eile — drei Tage Schleusen, Dörfer und stilles grünes Wasser, die Pyrenäen eine blaue Linie im Süden.

I. Béziers und die Schleusen von Fonseranes

Beginnen Sie unterhalb der Kathedrale von Béziers, an der Treppe der neun Schleusen von Fonseranes — Riquets großem ingenieurtechnischen Wagnis. Der Weg führt westwärts unter den Platanen durch Capestang und den Weiler Le Somail mit seinem alten Bücherschiff und einer Brücke, die den Halt lohnt.

„Der Kanal eilt nicht, und Sie sollten es auch nicht — der Treidelpfad belohnt die Langsamkeit.“

Aus dem Notizbuch
Eine Schleuse am Canal du Midi
Ein Schleusenwärterhaus am Kanal — das Wasser steigt um einige Meter, und man wartet im Schatten.

II. Homps, Trèbes und Carcassonne

Der mittlere Tag führt an den Winzerdörfern Homps und der runden Schleuse von Trèbes vorbei, wo sich die Platanen tief über das Wasser neigen. Das letzte Stück steigt sanft nach Carcassonne und seiner ummauerten Cité — ein passend mittelalterliches Ende für eine Wasserstraße des 17. Jahrhunderts.

Das praktische Notizbuch · Carnet pratique

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Wann hin
Mai–Juni und September. Der Platanenschatten zählt im Hochsommer; der Frühling ist am grünsten.
Die Route
Béziers bis Carcassonne, etwa 90 km in drei Tagen; flach, Treidelpfad oft unbefestigt.
Rückweg
Die Bahn verkehrt Carcassonne–Béziers entlang der Strecke; Räder mit Reservierung.
E
Die Autorin · L’auteur

Élise Marchand

Reiseredakteurin — mit Sitz in Marseille

Élise fährt für das Journal seit der ersten Ausgabe die Nebenstraßen des Midi ab. Sie bezahlt ihre Zimmer und ihre Mittagessen selbst — und schreibt nur über Orte, an die sie zurückkehren würde.

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