Uzès steht auf einem niedrigen Hügel der Garrigue westlich der Rhône, eine Stadt aus warmem goldenem Stein, die das premier duché de France war — das erste Herzogtum des Reichs, dessen Herzog noch vor allen anderen an der Seite des Königs rangierte. Es bewahrte seine Größe und verlor den Andrang und ist heute eine der schönsten kleinen Städte des Südens.
I. Die Place aux Herbes
Das Herz von Uzès ist die Place aux Herbes, ein ganz von Steinarkaden umfasster Platz, ein Brunnen in der Mitte und Platanen darüber. Samstag- und Mittwochmorgen füllt er sich mit einem der besten Märkte des Gard; die übrige Woche breiten sich die Cafés unter den Bögen aus, und die Stadt hält ihr langsames Tempo des Südens.
„Das erste Herzogtum Frankreichs, Größe und alles — doch der Andrang ging anderswohin.“
II. Das Herzogsschloss und der Rundturm
Das Duché, das Schloss der Herzöge von Uzès, überragt noch die Stadt, sein Bergfried der Tour Bermonde; die Familie hält es seit tausend Jahren. Neben der Kathedrale steht die Tour Fenestrelle, ein runder romanischer Glockenturm aus sechs Reihen Bogenfenster — der einzige seiner Art in Frankreich und das Wahrzeichen der Stadt.
III. Die Garrigue und der Pont du Gard
Uzès ist die perfekte Basis für den westlichen Gard — der Pont du Gard liegt zwanzig Minuten südlich, das römische Aquädukt, das einst das Wasser hier entlang nach Nîmes führte. Um die Stadt läuft die Garrigue aus Thymian und Kermeseiche zur Cèze und zu den Weinbergen der Uzège; und die Süßigkeit, mit der die halbe Welt aufwuchs, Haribo, hat hier ihre Fabrik und ihr Museum.